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Geprüfte/r Kraftverkehrsmeistermeister/-in (IHK)


Geprüfte/r Kraftverkehrsmeister(-in (IHK) (Bild: © Val Thoermer, fotolia)

Die Weiterbildung zum/zur „Geprüften Kraftverkehrsmeister/-in (IHK)“ ist die Aufstiegsfortbildung für Berufskraftfahrer/-innen und berufserfahrene Fachkräfte, die in Speditionen und Transportunternehmen für den Fuhrpark zuständig sind. Ziel der Fortbildung ist es, auf erweitere Fach-, Führungs- und Organisationsaufgaben und die betrieblichen Ausbildung von Fahrpersonal vorzubereiten.

Welche Aufgaben haben Kraftverkehrsmeister/-innen?

„Geprüfte Kraftverkehrsmeister/-innen (IHK)“ nehmen insbesondere folgende Aufgaben selbstständig und eigenverantwortlich wahr:

Bereich Fuhrparktechnik und -management

  • Funktionsfähigkeit, Betriebssicherheit und Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und technischen Geräte eines Fuhrparks gewährleisten
  • vorschriftsmäßigen, verkehrs- und betriebssicheren Zustand von Fahrzeugen und den dazugehörigen Betriebsmitteln sicherstellen
  • regelmäßige Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturmaßnahmen veranlassen und überwachen
  • Lagerbestände an Werkzeugen, Ersatzteilen, Öl, Schmier- und Kraftstoffen überwachen und Ersatzbestellungen veranlassen
  • auf die Einhaltung von Bestimmungen zu Ladungssicherung, Fahrgastsicherheit, Gefahrguttransport, Arbeits- und Umweltschutz achten
  • Transportdienstleistungen planen und organisieren
  • Wirtschaftlichkeit von Transportdienstleistungen sicherstellen und ggf. Beförderungsketten organisieren
  • Beförderungskapazitäten ermitteln, Personaleinsatz planen und Fuhrpark einteilen
  • Fahraufträge an die Fahrer/innen vergeben, Lenk- und Arbeitszeiten erfassen und dabei die Lenkzeiten der Fahrer/innen überwachen
  • Kunden beraten und betreuen

Bereich betriebswirtschaftliche Organisation

  • Kosten kalkulieren, dabei beeinflussbare Kosten im eigenen Verantwortungsbereich gering halten
  • die Einhaltung von Budget und Zeitplan kontrollieren
  • Qualitätsmanagementziele entwickeln und umsetzen
  • die Betriebsabrechnung erstellen

Bereich Personalbeschaffung und -entwicklung

  • den Personalbedarf ermitteln und Aufgaben Mitarbeitern zuweisen
  • am betrieblichen Teil der Berufsausbildung mitwirken
  • effektive Einarbeitung neuer Mitarbeiter/innen organisieren und überwachen
  • Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen anregen und veranlassen

Wer wird zur Meisterprüfung zugelassen?

Voraussetzungen für die Zulassung zur Kraftverkehrsmeister-Prüfung sind:

(1) Zur Prüfung im Prüfungsteil „Grundlegende Qualifikationen“ ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem der anerkannten Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer oder Berufskraftfahrerin oder Fachkraft im Fahrbetrieb oder

2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis oder

3. eine mindestens vierjährige Berufspraxis.

(2) Zur Prüfung im Prüfungsteil „Handlungsspezifische Qualifikationen“ ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

1. das Ablegen des Prüfungsteils „Grundlegende Qualifikationen“, das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und

2. in den in Absatz 1 Nummer 1 bis 3 genannten Fällen jeweils mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis.

(3) Die Berufspraxis nach den Absätzen 1 und 2 soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben nach § 1 Absatz 3 aufweisen.

(4) Abweichend von den in den Absätzen 1 und 2 Nummer 2 genannten Voraussetzungen ist zur Prüfung auch zuzulassen, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) erworben zu haben, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

Welche Inhalte werden in Prüfungsvorbereitungslehrgängen behandelt?

Grundlegende Qualifikationen

  • Rechtsbewusstes Handeln
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Anwenden von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
  • Zusammenarbeit im Betrieb

Handlungsspezifische Qualifikationen

  • Fuhrparktechnik und Fuhrparkmanagement
  • Organisation und Kommunikation
  • Führung und Personal

Für die Zulassung zur Meisterprüfung ist die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang nicht verpflichtend.

Wie lange dauern die Vorbereitungslehrgänge?

Die Aufstiegfortbildung zum/zur „Geprüften Kraftverkehrsmeister/-in (IHK)“ umfasst rund 960 Unterrichtsstunden. Vorbereitungslehrgänge auf die Prüfung werden in der Regel in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit angeboten.

Wer bietet Lehrgänge zur Prüfungsvorbereitung an?

Karrieremöglichkeiten nach der Aufstiegsfortbildung

  • Geprüfte/r Technische/r Betriebswirt/-in (IHK)
  • Hochschulstudium: Wer die Fortbildungsprüfung zum/zur „Geprüften Kraftverkehrsmeister/-in (IHK)“ besteht, erhält nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung – auch ohne Abitur. Damit eröffnet sich für Absolventen die Möglichkeit, ein Bachelor-Studium im Bereich Transport und Logistik aufzunehmen.
  • Selbstständigkeit als Transportunternehmer
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