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Studienfinanzierung: Schuldenfrei zum Bachelor


Studienfinanzierung, Duales Studium (Bild: © Kai Koehler, fotolia)

Ein Studium kostet eine Menge Geld. Die Ausgaben belaufen sich nach einer Erhebung des Deutschen Studentenwerks auf durchschnittlich ca. 800 Euro pro Monat. Im günstigsten Fall kommt man mit 562 Euro hin – aber nur dann, wenn man in einem preiswerten WG-Zimmer wohnt, kein Auto besitzt und keine Studiengebühren zahlen muss. Andernfalls muss man im Monat bis zu 1.085 Euro berappen.

Kein Wunder, dass sich viele Schulabgänger gegen ein Studium entscheiden, weil es vorne und hinten nicht reicht. Auch mit BAföG nicht.

Von vergleichbaren Geldsorgen verschont bleiben Schulabgänger, die sich für ein duales Studium entscheiden. Denn sie stehen auf der Gehaltsliste eines Unternehmens und bekommen für den praktischen Teil ihrer Ausbildung eine Vergütung.

Was verdient man während der Ausbildung?

Bei ausbildungsintegrierenden dualen Studiengängen zahlt der Chef üblicherweise die Ausbildungsvergütung im jeweiligen Ausbildungsberuf (z.B. Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung). Diese steigt mit den Ausbildungsjahren. Wird die berufliche Ausbildung vor dem Studienende abgeschlossen, wird in einem Vertrag die Anschlussvergütung geregelt. Bei praxisintegrierenden dualen Studiengängen wird die Vergütung in einem Praktikanten- oder Studienvertrag geregelt. Diese kann von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich hoch sein.

Wie lange wird die Vergütung gezahlt?

In der Regel wird die Vergütung während des gesamten Studiums gezahlt, also auch dann, wenn man an der Hochschule oder Berufsakademie büffelt.

Wer trägt die Studiengebühren?

Die Ausbildungsunternehmen tragen häufig ganz oder teilweise die Studiengebühren, sofern diese von Hochschulen oder Berufsakademien erhoben werden. Manche Unternehmen beteiligen sich manchmal auch finanziell an der Ausstattung der Studiengänge.

Und wenn die Ausbildungsvergütung nicht reicht?

Sollte der Verdienst nicht reichen, kann man BAföG beantragen. Allerdings wird die Ausbildungsvergütung als Einkommen angerechnet. Achtung: Nicht in allen Bundesländern ist die Ausbildung an einer Berufsakademie BAföG-förderungsfähig, z.B. in Niedersachsen. Hier sind Berufsakademien – z.B. die Hanse Berufsakademie Delmenhorst – so genannte Ausbildungsstätten des tertiären Bereichs, d.h., sie sind weder Schule nach Schulrecht noch Hochschule nach Hochschulrecht. Und damit fallen sie ncht unter das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).

Fazit

Mit der Ausbildungsvergütung kann man während des dualen Studiums keine großen Sprünge machen. Das können andere Auszubildende oder Studierende aber auch nicht. Dennoch ist man als dual Studierender privilegiert, da man am Ende der Ausbildung keine oder nur geringe BAföG-Schulden hat.

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