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Irgendwas mit Logistik: Erste Orientierungshilfen bei der Studienwahl


Studienwahl Logistik, Studienrichtungen und Studiengänge, Orientierungshilfen  (Bild: bremenports, www.fotopool-ptl.de)

Aufgabe der Logistik ist es, alle unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Güter- und Informationsflüsse ganzheitlich zu planen, zu steuern, zu koordinieren, durchzuführen und zu kontrollieren. Die Logistik sorgt dafür, dass die Vernetzung zwischen den Unternehmen funktioniert und alles reibungslos im Fluss bleibt. Deshalb sagen auch manche, die Logistik sei der Blutkreislauf der Wirtschaft.

Die Bedeutung der Logistik hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten stark gewandelt. Heute ist sie eine unternehmensstrategisch bedeutsame Querschnittsdisziplin. Das bedeutet: sie ist nicht auf einen spezifischen Bereich oder eine Abteilung begrenzt, sondern betrifft alle Unternehmensbereiche, von der Beschaffung über die Produktion bis zum Vertrieb.

Logistik studieren

Das logistische Studienangebot ist für Schulabgänger oft recht unübersichtlich. Kein Wunder, denn als Querschnittsdisziplin kann man Logistik betriebswirtschaftlich, ingenieurwissenschaftlich oder auch IT-orientiert studieren.

Die gestiegenen Anforderungen in der Logistik haben dazu geführt, dass in den letzten Jahren zunehmend eigenständige Logistikstudiengänge an Universitäten, Hochschulen und Berufsakademien entstanden sind. So auch in Bremen. Diese Studiengänge bieten eine breite, interdisziplinäre und praxisorientierte Ausbildung an. In Bremen gibt es darüber hinaus noch spezielle Studienangebote, die sich auf die Seeverkehrswirtschaft fokussieren.

Bei entsprechender Schwerpunktsetzung vermitteln aber auch andere Studiengänge umfassende Qualifikationen für eine Tätigkeit in der Logistik. So werden vertiefende logistische Inhalte vor allem in folgenden Studiengängen angeboten:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Maschinenbau/Produktionstechnik

Entscheidungskriterien bei der Studienwahl

Bevor man sich für ein bestimmtes Studium entscheidet, sollte man seine persönlichen Interessen und Neigungen sowie Stärken und Schwächen mit den Anforderungen der unterschiedlichen Studiengänge abgleichen. Ein kleiner Tipp: Wer kein so ausgeprägtes Technikinteresse hat, dem empfiehlt sich eher ein eigenständiges oder betriebswirtschaftlich orientiertes Logistikstudium. Für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge werden sehr gute Mathematik- und Physikkenntnisse vorausgesetzt.

Selbsttests
Wem es schwerfällt, eine Studienwahlentscheidung zu treffen, dem bieten Selbsttests (Self Assessments) eine gute Hilfe. Ausgehend von den individuellen Fähigkeiten und Interessen können diese Tests wertvolle Hinweise für die richtige Studienwahl geben. Versuche es gleich hier.

Logistikmodule und Credit Points
Wer eine breite logistische Ausbildung möchte, sollte bei der Wahl des Studiengangs auch darauf achten, wie umfänglich und tief das entsprechende Wissen vermittelt wird. Anhaltspunkte hierfür liefern die Anzahl der Credit Points bzw. die Semsterwochenstunden (SWS) für Lehrveranstaltungen/Module im Bereich Logistik.

Forschungsorientiert oder praxisorientiert
Ein weiteres, wichtiges Entscheidungskriterium bei der Studienwahl ist die Frage, ob man sich eher als Praktiker oder Theoretiker sieht. Für Praktiker bietet sich ein duales Studium an, bei dem die Hochschulausbildung mit einer Ausbildung im Betrieb kombiniert wird. Wer eher forschungsorientiert studieren möchte, um nach dem Bachelorstudium den Master oder sogar eine Promotion anzuschließen, dem sei eher ein Universitätsstudium empfohlen.