Logistikjobs-Bremen: Das Karriereportal für Bremen und Bremerhaven

Duales Studium: Was genau ist das?


Duales Logistikstudium (Bild: © contrastwerkstatt, fotolia)

Die Grundidee des dualen Studiums ist schnell erklärt: Ein Studium wird mit längeren Praxisphasen in Unternehmen kombiniert. Wer „dual“ studiert, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe: Am Lernort Betrieb wird umfassend Praxiserfahrung in der Logistik gesammelt und am Lernort Hochschule oder Berufsakademie parallel Theorie gebüffelt. Man steht also mit einem Bein in der Praxis und ist gleichzeitig Student.

Welche Formen des dualen Studiums gibt es?

Unterscheiden lassen sich grundsätzlich ausbildungs- und praxisintegrierende Studiengänge. Je nach Studienmodell variieren Art, Organisation und Umfang der betrieblichen Ausbildungsanteile.

1. Ausbildungsintegrierende Studiengänge
Ausbildungsintegrierende Studiengänge ermöglichen neben dem Erwerb eines Bachelorabschlusses auch einen Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. als Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung. Im Verlauf des Studiums wird eine reguläre Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt. Der Besuch der Berufsschule ist Pflicht. Zugangsvoraussetzung für dieses Studienmodell: Man muss einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen in der Tasche haben. Ausbildungsbetriebe sind Speditionen, Logistikdienstleister oder Industrie- und Handelsunternehmen.

In Bremen wird diese Form des dualen Logistikstudiums zum Beispiel vom BIHV Bremer Institut für Handel und Verkehr e.V. und der FOM Hochschule für Oekonomie und Management angeboten.

2. Praxisintegrierende Studiengänge
Wer keine formale betriebliche Ausbildung absolvieren, aber trotzdem mit einem Bein in der Praxis stehen möchte, kann sich auch für ein praxisintegrierendes duales Studium entscheiden. Auch nach diesem Ausbildungsmodell braucht man als Interessent ein Unternehmen, das das duale Studium unterstützt. Hat man ein Praxisunternehmen gefunden, wird ein Teilzeit- oder Praktikantenvertrag abgeschlossen. Damit Studien- und Praxisinhalte sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, schließen außerdem die Hochschule oder die Berufsakademie und das Praxisunternehmen einen Vertrag über eine Ausbildungskooperation ab. In Bremen ist das praxisintegrierende duale Logistikstudium das am häufigsten angebotene Modell.

Wie wird der Wechsel zwischen Theorie und Praxis organisiert?

Die meisten dualen Studiengänge sind so organisiert, dass Theorie- und Praxisphasen alle drei Monate wechseln. Die Inhalte dieser Phasen werden entsprechend verzahnt. In ausbildungsintegrierenden Studiengängen sind die Praxisphasen oftmals länger. Teilweise werden verlängerte Praxisphasen in den ersten Semestern oder schon vor Beginn des Studiums absolviert, um die Berufsausbildung sicherzustellen. In praxisintegrierenden Studiengängen werden die Praxisphasen gerne in die vorlesungsfreie Zeit gelegt. Trotz so mancher Unterschiede im Studienverlauf ist allen Formen des dualen Studiums gemeinsam, dass die theoretischen und praktischen Anteile parallel und nicht nacheinander absolviert werden.

Wo bewerbe ich mich um einen Ausbildungs-/Studienplatz?

Das Bewerbungsverfahren läuft so: Als Interessent bewirbt man sich bei einem Unternehmen auf einen Ausbildungsplatz, den dieses in Verbindung mit einem Studium an einer Hochschule anbietet. Bekommt man den Ausbildungsplatz, ist man automatisch als Student eingeschrieben.

Welchen Schulabschluss braucht man für ein duales Studium?

Zugangsvoraussetzung für ein duales Studium ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur), manchmal reicht auch die Fachhochschulreife (z.B. Abschluss Fachoberschule, Höhere Handelsschule).

Share