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EU-Berufskraftfahrer/-in


EU-Berufskraftfahrer/-in (Bild: bremenports, www.fotopool-ptl.de)„Auf Achse sein“ ist auch das Motto der EU-Berufskraftfahrer/-innen. Die Straßen im In- und Ausland sind ihr Arbeitsfeld. Ihre Aufgabe: die oft wertvolle Ladung pünktlich und zuverlässig ans Ziel zu bringen. Dabei geht es nicht nur um das sichere Fahren der oftmals hochmodernen Hightech-Fahrzeuge. EU-Berufskraftfahrer im Güterverkehr planen auch ihre Routen, packen beim Be- und Entladen mit an, sorgen für die Sicherung der Ladung und können außerdem kleinere Reparaturen an ihrem Fahrzeug vornehmen. Eine gute Kondition sollten sie ebenso mitbringen. Sind sie im Fernverkehr tätig und führt sie ihre Arbeit ins Ausland, sind EU-Berufskraftfahrer oftmals mehrere Tage unterwegs, was schon ziemlich anstrengend sein kann. Dafür können sie echtes Trucker-Feeling auf den Asphaltpisten Europas genießen und viele unterschiedliche Menschen kennenlernen.

Zugangsvoraussetzungen

Um als „EU-Berufskraftfahrer“ arbeiten zu können, sind europaweite einheitliche Lehrgänge abzulegen. Dazu gehört der Führerschein der Klassen C und CE und die beschleunigte Grundqualifikation. Hier lernst Du den Lastzug im Straßenverkehr zu fahren und die weitergehenden Vorschriften anzuwenden, sowie den Umgang mit der Fahrzeugtechnik. Damit Deine Kenntnisse immer auf dem aktuellen Stand sind, ist eine kontinuierliche Fortbildung erforderlich.

Ausbildungsdauer

3-4 Monate

Die Aufgaben im Überblick

EU-Berufskraftfahrer/-innen im Güterverkehr …

  • nehmen Transportaufträge entgegen und helfen beim Beladen des Lkw,
  • überprüfen, ob die Angaben in den Frachtpapieren mit der Art der Ladung übereinstimmen und checken die mitzuführenden Papiere auf Vollständigkeit,
  • achten auf die optimalste Auslastung des Frachtraums und sind dafür zuständig, die Ladung vorschriftsmäßig zu sichern,
  • legen Fahrtrouten für den Transport fest,
  • beherrschen die nationalen und internationalen Verkehrsvorschriften und erledigen bei grenzüberscheitendem Verkehr die Formalitäten,
  • überprüfen die Funktionsfähigkeit des Fahrzeugs und können kleinere Mängel selbstständig beheben,
  • bedienen Navigationsgerät, Bordcomputer und moderne Satellitentechnik,
  • halten Termine ein und verlieren auch bei längeren Fahrten nicht die Konzentration,
  • halten die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten im Blick und dokumentieren sie,
  • achten auf eine wirtschaftliche und Kraftstoff sparende Fahrweise.

Besondere Anforderungen an den Beruf

Du solltest unter anderem über folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, um den Beruf lernen und ausüben zu können:

  • ein hohes Verantwortungsgefühl, weil Du einen teuren LKW fährst und oft wertvolle Ladung transportierst
  • Interesse an moderner Fahrzeugtechnik, weil Du wissen musst, wie dein LKW funktioniert
  • eine gute Konzentrationsfähigkeit, weil Du lange hinterm Lenkrad sitzt und auch in schwierigen Verkehrssituationen kühlen Kopf behalten musst
  • Flexibilität, weil Du oft auf unvorhergesehene Anforderungen reagieren musst
  • Freundlichkeit und ein gutes Auftreten, denn beim Kunden bist Du das „Aushängeschild“ Deines Unternehmens

Zusatzqualifikationen während der Ausbildung

Gabelstaplerschein: Das Profil des EU-Berufskraftfahrers erfordert heute verschiedene Zusatzqualifikationen, um täglich im Job bestehen zu können. Eine davon ist der Staplerschein. Denn viele Arbeitgeber erwarten, dass Kraftfahrer/-innen ihren Lkw eigenständig be- und entladen können. Dies sichert eine große Flexibilität, da Zeit bekanntlich Geld ist.

ADR-Schein: Eine weitere Zusatzqualifikation ist heute für Berufskraftfahrer/-innen praktisch unverzichtbar: der sogenannte Gefahrgut-Schein (ADR-Schein). Hunderte Tonnen Gefahrgüter werden jedes Jahr in Deutschland befördert, etwa die Hälfte davon im Straßengüterverkehr. Um den Gefahren vorzubeugen, die mit der Beförderung gefährlicher Güter verbunden sind, hat der Gesetzgeber umfangreiche Vorschriften erlassen. Wer Gefahrgut auf der Straße transportiert, muss durch den ADR-Schein belegen, dass er die für ihn geltenden Regeln kennt und anwenden kann. Den ADR-Schein kannst Du durch die Teilnahme an einem Basiskurs mit anschließender Prüfung durch die Handelskammer erwerben. Der ADR-Schein ist fünf Jahre gültig. Wer Gefahrgut in Tankfahrzeugen oder explosive Stoffe transportieren will, muss an zusätzlichen Kursen teilnehmen.

Ausbildungsorte

Die Ausbildung zum Führerschein der Klassen C und CE, die beschleunigte Grundqualifikation und den evtl. benötigten ADR-Schein findet bei einem Bildungszentrum für Verkehr in deiner Nähe statt. Ein notwendiges Einsatztraining wirst Du in Transport- und Logistikunternehmen absolvieren. Die Kosten für die Ausbildung trägt Dein Ausbildungsbetrieb oder die Agentur für Arbeit.

Was verdiene ich?

Als EU-Berufskraftfahrer erhältst Du einen Monatslohn von ca. 1.900,00 €. Es werden Deine täglichen Auslagen durch Spesen von max. 24,00 € je Tag übernommen. (Stand: Feb.2013)

Deine Karrierechancen nach der Ausbildung

Die mehrjährige Tätigkeit als EU-Berufskraftfahrer/-in bietet Dir viele Möglichkeiten eines weiteren beruflichen Aufstiegs. Mit ausreichender Fahrpraxis kannst Du Karriere in verschiedenste Richtungen machen. Hier einige Beispiele:

  • Aufstiegsfortbildung zum/zur Geprüften Kraftverkehrsmeister/-in (IHK)
  • Disponent/-in
  • Fuhrparkleiter/-in
  • Selbständigkeit als Transportunternehmer/-in

Fazit

In den kommenden Jahren bietet der Arbeitsmarkt im Land Bremen EU-Berufskraftfahrer/-innen ausgezeichnete Beschäftigungsmöglichkeiten, denn gut ausgebildete Fahrer/-innen werden händeringend gesucht. Regionale Verkehrsbildungszentren haben die Ausbildung in diesem Beruf deshalb verstärkt. Wer jetzt einsteigt, ist in Zukunft auf der sicheren Seite.

Downloads

Lehrplan EU-BKF
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