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Einstieg als Lagerist/-in


Lagerist (Bild: bremenports, www.fotopool-ptl.de)Viele Speditionen und Logistikbetriebe haben in und um Bremen Lager. An den Rampen werden täglich hunderte von LKWs abgefertigt. Sie bringen Güter zum Einlagern und nehmen auch Sendungen aus dem Lager wieder mit auf die Reise. Ein Teil der Sendungen wird auch über die Schiene abgewickelt, so dass einige Läger auch über einen Gleisanschluss verfügen. Güter müssen auf der Rampe bereitgestellt werden oder an den richtigen Lagerstellplatz verbracht werden. Container müssen be- und entladen werden, die Waren müssen teilweise gekennzeichnet, sortiert, neu verpackt oder auf Paletten gestapelt werden. Das alles sind die Aufgaben von Arbeitern im Lager- und Umschlagbetrieb.

Zugangsvoraussetzungen

Als Arbeiter/-in in den Lägern von Speditionen und Logistikbetrieben ist in der Regel keine Ausbildung notwendig. Es gibt keinen vorgeschriebenen Schulabschluss. Es ist aber wichtig, die deutsche Sprache zu beherrschen (verstehen, sprechen, lesen, -B1-Niveau gemäß GERR).

Deine Aufgaben im Überblick

Die Läger der Speditionen und Logistikbetriebe sind im Güterverkehrszentrum, in oder in der Nähe der Häfen, am Flughafen oder in anderen Gewerbegebieten in Bremen oder in der Umgebung. Dort wird Dein Arbeitsplatz sein. Du wirst in der Regel im Schichtbetrieb arbeiten.

Container, LKW und Wechselbrücken werden be- und entladen. Die meisten Güter werden auf Paletten gestapelt sein. Diese werden mit Handgabelhubwagen oder mit dem Gabelstapler bewegt. Dazu ist es natürlich erforderlich einen Gabelstaplerschein zu besitzen. Es ist also von Vorteil diesen zu haben. Oftmals wird aber auch über deinen Arbeitgeber eine Schulung dafür organisiert. Auch andere technische Hilfsmittel kommen zum Einsatz wie Elektromobile, Transportbänder, Regalbediengeräte und so weiter. Eventuell musst Du auch mit einem elektronischen Lagerverwaltungssystem arbeiten. Auch in der Kommissionierung (dem Zusammenstellen von Waren) oder bei der Warenkontrolle gibt es Aufgaben für Dich; ebenso bei Inventurarbeiten.

Die Pflege, Wartung und Instandhaltung der verwendeten Geräte und technischen Hilfsmittel gehört auch zu Deinen Aufgaben.

Wenn Du zupacken kannst und die Dir übertragenen Arbeiten zuverlässig ausführst, wirst Du bald einen wichtigen Platz bei der Unterstützung der Kollegen haben.

Was ist wichtig?

Deine Tätigkeiten können sehr verschieden sein und je nach Größe des Unternehmens auch vielfältig. Wichtig ist,

  • dass Du pünktlich und zuverlässig bist,
  • dass Du alle Arbeiten wie angewiesen ausführst,
  • die deutsche Sprache verstehst,
  • körperlich fit bist und
  • ein Arbeiten im Schichtbetrieb kein Problem für Dich ist.

Zusatzqualifikationen während der Tätigkeit

Für das Bedienen von Gabelstaplern oder anderen technischen Geräten werden über das Unternehmen Schulungen organisiert. Weiterhin gibt es – je nach Unternehmen – verschiedene Qualifikationen die sich auf Warenkenntnisse (Kaffee, Lebensmittel, Holz) oder Qualitätskontrolle beziehen. Wenn man von seinem Arbeitgeber zu einer solchen Schulung geschickt wird.

Was verdiene ich?

Die Bandbreite der Bezahlung in der Lagerarbeit ist sehr weitreichend. Es werden vielerorts heute Stundenlöhne zwischen 7,00 € und 9,00 € bezahlt. Schichtzuschläge kommen ggf. noch hinzu. Es gibt auch Betriebe, die einen Tarifvertrag haben; dort liegen die Stundenlöhne zwischen 9,75 € und ca. 15,00 € (Stand 01/2013). Für höher bezahlte Tätigkeiten wird allerdings in der Regel Berufserfahrung und Qualifikation für bestimmte firmenspezifische Tätigkeiten verlangt (zum Beispiel für Kontrolltätigkeiten).

Deine Karrierechancen nach dem Einstieg

Je nach Betrieb sind verschiedene Qualifizierungen der Logistik für dich interessant: Von größter Bedeutung ist es bestimmt, einen Gabelstaplerschein zu besitzen. Damit erwirbst du eine fachliche Qualifizierung, die dich in diesem Bereich weiterbringt.

Der Trend geht zu berufsbegleitenden Schulungen, die Kenntnisse und Fertigkeiten in der Logistik vertiefen und erweitern (z. B. Hanselogistiker). Diese setzen sich gewöhnlich aus verschiedenen Modulen zusammen, die dich in der Lagerwirtschaft, in der sicheren Verladung von Gütern oder im Umgang mit speziellen Waren (gefährliche Güter, hochwertige Güter wie Kaffee) schulen.

Eine Ausbildung als Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik lässt sich auch in berufsbegleitender Form – zum Beispiel als Umschulung – durchführen. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung steht auch der Weg zur Meisterschule offen.

Fazit

Die Logistik braucht immer Leute, die „anpacken“ können. Wenn Du im Moment an Schule und Weiterbildung erst einmal kein Interesse mehr hast, erst einmal praktisch arbeiten möchtest, um vielleicht später eine Ausbildung nachzuholen, bietet dir die Logistik dafür gute Möglichkeiten.
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