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Berufskraftfahrer/-in


Berufskraftfahrer/-in, Ausbildung (Bild: © Ansebach, fotolia)Bildungsweg:
Duale Ausbildung
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Empfohlener Schulabschluss:
Haupt- oder Realschulabschluss

 

„Auf Achse sein“ ist das Motto der Berufskraftfahrer. Die Straßen im In- und Ausland sind ihr Arbeitsfeld. Ihre Aufgabe: die oft wertvolle Ladung pünktlich und zuverlässig ans Ziel zu bringen. Dabei geht es nicht nur um das sichere Fahren der oftmals hochmodernen Hightech-Fahrzeuge. Berufskraftfahrer im Güterverkehr planen auch ihre Routen, packen beim Be- und Entladen mit an, sorgen für die Sicherung der Ladung und können außerdem kleinere Reparaturen an ihrem Fahrzeug vornehmen. Eine gute Kondition sollten sie ebenso mitbringen. Sind sie im Fernverkehr tätig und führt sie ihre Arbeit ins Ausland, sind Berufskraftfahrer oftmals mehrere Tage unterwegs, was schon ziemlich anstrengend sein kann. Dafür können sie echtes Trucker-Feeling auf den Asphaltpisten Europas genießen und viele unterschiedliche Menschen kennenlernen.

Die Aufgaben im Überblick

Berufskraftfahrer/-innen im Güterverkehr …

  • nehmen Transportaufträge entgegen und helfen beim Beladen des Lkw,
  • überprüfen, ob die Angaben in den Frachtpapieren mit der Art der Ladung übereinstimmen und checken die mitzuführenden Papiere auf Vollständigkeit,
  • achten auf die optimalste Auslastung des Frachtraums und sind dafür zuständig, die Ladung vorschriftsmäßig zu sichern,
  • legen Fahrtrouten für den Transport fest,
  • beherrschen die nationalen und internationalen Verkehrsvorschriften und erledigen bei grenzüberscheitendem Verkehr die Formalitäten,
  • überprüfen die Funktionsfähigkeit des Fahrzeugs und können kleinere Mängel selbstständig beheben,
  • bedienen Navigationsgerät, Bordcomputer und moderne Satellitentechnik,
  • halten Termine ein und verlieren auch bei längeren Fahrten nicht die Konzentration,
  • halten die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten im Blick und dokumentieren sie,
  • achten auf eine wirtschaftliche und Kraftstoff sparende Fahrweise.

Was ist wichtig?

Du solltest unter anderem über folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, um den Beruf lernen und ausüben zu können:

  • ein hohes Verantwortungsgefühl, weil Du einen teuren LKW fährst und oft wertvolle Ladung transportierst
  • Interesse an moderner Fahrzeugtechnik, weil Du wissen musst, wie dein LKW funktioniert
  • eine gute Konzentrationsfähigkeit, weil Du lange hinterm Lenkrad sitzt und auch in schwierigen Verkehrssituationen kühlen Kopf behalten musst
  • Flexibilität, weil Du oft auf unvorhergesehene Anforderungen reagieren musst
  • Freundlichkeit und ein gutes Auftreten, denn beim Kunden bist Du das „Aushängeschild“ Deines Unternehmens

Zusatzqualifikationen während der Ausbildung

Gabelstaplerschein: Das Profil des Berufskraftfahrers erfordert heute verschiedene Zusatzqualifikationen, um täglich im Job bestehen zu können. Eine davon ist der Staplerschein. Denn viele Arbeitgeber erwarten, dass Kraftfahrer/innen ihren Lkw eigenständig be- und entladen können. Dies sichert eine große Flexibilität, da Zeit bekanntlich Geld ist.

ADR-Schein: Eine weitere Zusatzqualifikation ist heute für Berufskraftfahrer/-innen praktisch unverzichtbar: der sogenannte Gefahrgut-Schein (ADR-Schein). Hunderte Tonnen Gefahrgüter werden jedes Jahr in Deutschland befördert, etwa die Hälfte davon im Straßengüterverkehr. Um den Gefahren vorzubeugen, die mit der Beförderung gefährlicher Güter verbunden sind, hat der Gesetzgeber umfangreiche Vorschriften erlassen. Wer Gefahrgut auf der Straße transportiert, muss durch den ADR-Schein belegen, dass er die für ihn geltenden Regeln kennt und anwenden kann. Den ADR-Schein kannst Du durch die Teilnahme an einem Basiskurs mit anschließender Prüfung durch die Handelskammer erwerben. Der ADR-Schein ist fünf Jahre gültig. Wer Gefahrgut in Tankfahrzeugen oder explosive Stoffe transportieren will, muss an zusätzlichen Kursen teilnehmen.

Ausbildungsorte

Den fachlichen Teil der Ausbildung wirst Du in Transport- und Logistikunternehmen absolvieren. Während der gesamten Ausbildung ist der Besuch der Berufsschule Pflicht. Die Berufsschule findet im Blockunterricht statt. In der Fahrschule erwirbst Du alle nötigen Führerscheine. Die Kosten für den Führerschein trägt Dein Ausbildungsbetrieb.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Als Auszubildende/r erhältst Du während der Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann – wenn sie nicht tariflich geregelt ist – je nach Unternehmen abweichen. Der Verein Bremer Spediteure empfiehlt den Betrieben folgende Ausbildungsvergütungen (Stand: 01.05.2012):

  1. Lehrjahr: 600,00 Euro
  2. Lehrjahr: 675,00 Eur
  3. Lehrjahr: 750,00 Euro

Deine Karrierechancen nach der Ausbildung

Die Ausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/-in bietet Dir viele Möglichkeiten eines weiteren beruflichen Aufstiegs. Mit ausreichender Fahrpraxis kannst Du Karriere in verschiedenste Richtungen machen. Hier einige Beispiele:

  • Aufstiegsfortbildung zum/zur Geprüften Kraftverkehrsmeister/-in (IHK)
  • Disponent/-in
  • Fuhrparkleiter/-in
  • Selbständigkeit als Transportunternehmer/-in

Fazit

In den kommenden Jahren bietet der Arbeitsmarkt im Land Bremen Berufskraftfahrer/-innen ausgezeichnete Beschäftigungsmöglichkeiten, denn gut ausgebildete Fahrer/-innen werden händeringend gesucht. Führende regionale Transport- und Logistikunternehmen haben die Ausbildung in diesem Beruf deshalb verstärkt. Wer jetzt einsteigt, ist in Zukunft auf der sicheren Seite.
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