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Fachkraft für Lagerlogistik


Fachkraft für Lagerlogistik, Ausbildung (Bild: bremenports, www.fotopool-ptl.de)Bildungsweg:
Duale Berufsausbildung
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Empfohlener Schulabschluss:
Guter Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife

 

Ein Warenlager ist eine Welt für sich. Wer sich in ihr auskennt, darf sich Fachkraft für Lagerlogistik nennen. Von Bremen aus sorgen sie beispielsweise dafür, dass uns Tchibo jede Woche eine neue bunte Warenwelt präsentieren kann – bundesweit und in allen Shops. In Bremen werden die Waren in einem Logistikzentrum so groß wie ein Fußballfeld zentral gelagert, von hier aus werden sie verteilt – immer in ausreichender Menge und in einem Topzustand. Deshalb ist die richtige Lagerführung enorm wichtig. Da gilt es, immer den Überblick zu behalten und alle Abläufe im Lager fachmännisch zu steuern – vom Wareneingang bis zum Warenausgang. Und genau das ist die Aufgabe von Fachkräften für Lagerlogistik. Ohne Unterstützung von Computerprogrammen, automatisierter Lagertechnik und modernen Flurförderzeugen geht hier gar nichts. In kleineren Lagerhallen erleichtert der Gabelstapler die Arbeit. Fachkräfte für Lagerlogistik finden überall dort Arbeit, wo größere Lagerbestände verwaltet werden müssen, also in Industrie- und Handelsunternehmen und bei Logistikdienstleistern, die die Lagerhaltung für ihre Kunden übernommen haben.

Die Aufgaben im Überblick

Fachkräfte für Lagerlogistik…

  • nehmen Lieferungen an und prüfen anhand der Begleitpapiere, ob Menge und Qualität der ankommenden Waren stimmen,
  • wählen den richtigen Lagerplatz für die Güter aus und lagern sie mithilfe von Flurförderzeugen ein,
  • beachten bei der Lagerung besondere Sicherheitsbestimmungen, z.B. für Gefahrstoffe,
  • erfassen und dokumentieren die Einlagerung mit spezieller Lagerverwaltungssoftware,
  • transportieren Waren in andere Betriebsabteilungen, wenn sie dort gebraucht werden,
  • stellen bestellte Lieferungen zu Ladeeinheiten zusammen (kommissionieren), kennzeichnen und beschriften sie und verpacken sie für den Transport,
  • ermitteln die Versandkosten und bearbeiten Versand- und Begleitpapiere,
  • erstellen Ladelisten/Beladepläne und beachten dabei die Ladevorschriften,
  • verladen die Lieferungen in Lkws, Container oder andere Transportmittel,
  • führen regelmäßig Bestandskontrollen und Inventuren durch, um zu wissen, welche Waren in welcher Menge an welchem Ort lagern,
  • erarbeiten Vorschläge, wie die Lagerprozesse und Lagerkosten optimiert werden können.

Was ist wichtig?

Du solltest über folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, um den Beruf lernen und ausüben zu können. Hier die wichtigsten:

  • Organisationsgeschick, denn das ist das A und O in diesem Beruf
  • Sorgfalt, weil im Lager einfach alles stimmen muss
  • Rechenfertigkeit, um z.B. Frachtgewicht und -volumen und Versandkosten zu berechnen
  • Kaufmännisches Interesse, weil es auch zu Deinen Aufgaben gehört, die Lagerkosten zu optimieren
  • Technikverständnis und Computerkenntnisse, weil moderne Lagertechnik und spezielle Lagersoftware wichtige Hilfsmittel deiner Arbeit sind
  • Körperliche Fitness, weil Du auch mal kräftig zupacken musst

Zusatzqualifikationen während der Ausbildung

Die Lagertechnik macht rasante Fortschritte, die Qualitätsansprüche der Kunden steigen ständig. Das sind nur zwei Gründe, warum Zusatzqualifikationen auch schon während der Ausbildung – notwendig sind. Ein paar Beispiele dazu:

Gabelstaplerführerschein: Um einen Stapler bedienen zu können brauchst Du eine spezielle Schulung (gemäß den Vorgaben der Berufsgenossenschaft).

Ausbildung am Regalbediengerät: Das sind spezielle Gabelstapler, die die engen Regalgassen befahren können. Hier geht es nicht nur um das Fahrtraining, auch der Bordcomputer muss beherrscht werden. Die Funktionen moderner Regalbediengeräte sind weitaus vielfältiger als bei einem normalen Gabelstapler!

Warenkunde und Qualitätssicherung: Die Kunden erwarten, das der Logistikdienstleister etwas von den Gütern versteht, Fehler erkennt, die Qualität beurteilen kann und immer die richtige Handhabung beherrscht.

Ausbildungsorte

Den fachlichen Teil der Ausbildung wirst Du in einem Lager eines Industrie- oder Handelsunternehmen oder bei Logistikdienstleistern absolvieren. Während der gesamten Ausbildung ist der Besuch der Berufsschule Pflicht.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Als Auszubildender erhältst Du während der Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann – wenn sie nicht tariflich geregelt ist – je nach Unternehmen abweichen. Durchschnittlich betrug diese im Jahr 2012 im

  1. Ausbildungsjahr: 765 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 825 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 903 Euro

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2012 in Euro (Stand: 01.10.2012)

Deine Karrierechancen nach der Ausbildung

Als Fachkraft für Lagerlogistik hast Du nach der Ausbildung verschiedene Möglichkeiten, Deine Karriere zu entwickeln. Hier sind einige Beispiele:

  • Innerbetrieblicher Aufstieg bis hin zur Übernahme einer Führungsposition
  • Aufstiegsweiterbildung zum/zur Geprüfte/n Logistikmeister/-in (IHK)
  • Berufsbegleitende Weiterbildung zum/zur Staatlich Geprüfte/n Betriebswirt/-in, Fachrichtung Logistik
  • Studium an einer Bremischen Hochschule oder Universität im Bereich Transport und Logistik

Fazit

Für alle, die es gerne abwechslungsreich mögen und technisches und kaufmännisches Interesse mitbringen, ist eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik genau der richtige Beruf. Die Beschäftigungsperspektiven sind hervorragend. Zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung eröffnen ausgezeichnete Karrierechancen. Fachkräfte für Lagerlogistik sind die einzigen Hochstapler, die echt angesagt sind.
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