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Eisenbahner/-in im Betriebsdienst


Eisenbahner/-in im Betriebsdienst, Ausbildung (Bild: bremenports, www.fotopool-ptl.de)Bildungsweg
Duale Berufsausbildung
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Empfohlener Schulabschluss:
Mittlere Reife oder erweiterter Hauptschulabschluss (nach der Triebfahrzeugführerscheinverordnung)

 

Für viele ist es ein Traumberuf: Lokomotivführer! Eine Ausbildung als Eisenbahner/in im Betriebsdienst mit der Fachrichtung Lokführer und Transport macht diesen Kindheitstraum wahr. Eingesetzt werden Lokführer/-innen im Strecken- und Rangierdienst. Sie sorgen dafür, dass Güterwaggons rollen und ihr Ziel sicher und pünktlich erreichen. Eisenbahner/-innen im Betriebsdienst mit dem Fachrichtung Fahrweg werden als Fahrdienstleiter eingesetzt und bedienen im örtlichen Betriebsstellendienst Signalanlagen, Weichen und Stellwerkseinrichtungen. Ausgebildet werden Eisenbahner/-innen in Unternehmen des Schienengüterverkehrs. In der Region Bremen gibt es nur wenige Betriebe, die in diesem Beruf ausbilden. Um einen der wenigen Ausbildungsplätze zu ergattern, ist deshalb Schnelligkeit und gute Vorbereitung gefragt.

Die Aufgaben im Überblick

Eisenbahner/-innen im Betriebsdienst mit der Fachrichtung Lokführer und Transport…

  • testen vor der Abfahrt alle Funktionen der Lok oder des Triebwagens, zum Beispiel die Bremsen, die Funkfernsteuerung und andere Bedienelemente,
  • rangieren die Lok und die Waggons auf Container- oder Gleisanschlussanlagen und stellen sie zu einem Zug zusammen,
  • machen den Zug startklar und parken ihn auf dem Abfahrgleis,
  • halten sich bei all diesen Aufgaben immer strikt an die Anweisungen der Fahrdienstleistung im Stellwerk,
  • bringen den Güterzug in Fahrt und sicher ans Ziel,
  • müssen konzentriert arbeiten und Streckensignale beachten
  • halten sich bei Störungen und in Gefahrensituationen immer an die strengen gesetzlichen und betrieblichen Vorschriften, um die Sicherheit des Schienengütertransports zu gewährleisten.

Eisenbahner/-innen im Betriebsdienst mit der Fachrichtung Fahrweg…

  • haben als Fahrdienstleiter/-innen im Stellwerk die Übersicht und Aufsicht über die Fahrstrecken,
  • stellen Züge für den Güterverkehr zusammen,
  • stellen Weichen und Signalanlagen mit Hebeln ein, in größeren Stellwerken durch Mausklick am Computer. Die Signale zeigen den Lokführern/-innen z.B. an, ob Streckenabschnitte frei sind, die Geschwindigkeit gedrosselt werden muss oder die Weiterfahrt im Gegengleis möglich ist,
  • sind auch dafür zuständig, Verspätungen in den Fahrplan einzurechnen, wenn z.B. ein Triebwagen wegen eines Defekts ausgetauscht werden muss, Weichen klemmen oder ein Signal mal nicht funktioniert,
  • arbeiten ebenso in der Kundenbetreuung. Im Güterverkehr kann es zu ihren Aufgaben gehören, Firmen zu beraten, die ihre Waren auf der Schiene transportieren möchten.

Was ist wichtig?

Du solltest über folgende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, um den Beruf lernen und ausüben zu können. Hier die wichtigsten:

Fachrichtung Lokführer und Transport:

  • Konzentrationsfähigkeit und Daueraufmerksamkeit, um den Zug sicher zu führen und Anzeigen und Signale auch bei langen Fahrten stets im Blick zu behalten
  • Technisches Verständnis, um Störungen beispielsweise an Antrieb, Laufwerk, oder Bremsen zu erkennen
  • Praktisches Geschick, weil Du auch Stellwerkseinrichtungen und andere Anlagen bedienen musst
  • Verantwortungsbewusstsein, denn für den sicheren Transport ist die strikte Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ein absolutes Muss

Fachrichtung Fahrweg:

  • Planungs- und Organisationsgeschick, weil Du die Züge zusammenstellst, Fahrpläne erstellst und bei Zeitverschiebungen schnelle Lösungen parat hast
  • Daueraufmerksamkeit, weil Du im Stellwerk den gesamten Bahnbetrieb im Auge behalten musst
  • Technisches Verständnis, um Störungen des Bahnbetriebs schnell zu erkennen,
  • Verantwortungsbewusstsein, denn für den sicheren Transport ist die strikte Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ein absolutes Muss
  • Dienstleistungsorientierung, denn Du berätst Kunden über Transport- und Verlademöglichkeiten und informierst sie über Tarife und Fahrpläne

Ausbildungsorte

Den fachlichen Teil der Ausbildung wirst Du in einem Eisenbahnunternehmen absolvieren. Während der gesamten Ausbildung ist der Besuch der Berufsschule Pflicht. Der Berufsschulunterricht findet zum Teil in Blockform in Fachklassen statt.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Als Auszubildender erhältst Du während der Berufsausbildung eine monatliche Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung wird entsprechend der erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen jährlich angehoben. Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann – wenn sie nicht tariflich geregelt ist – je nach Unternehmen abweichen. Durchschnittlich bezahlten die Unternehmen im Jahr 2012 im

  1. Ausbildungsjahr: 711 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 769 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 826 Euro

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung, Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2012 in Euro (Stand: 01.10.2012)

Deine Karrierechancen nach der Ausbildung

Als Eisenbahner/in im Betriebsdienst hast Du nach der Ausbildung verschiedene Möglichkeiten, Deine Karriere zu entwickeln. Hier sind einige Beispiele:

  • Wagenmeister/-in
  • Fachwirt/-in Eisenbahnbetrieb (IHK)
  • Geprüfte/r Technische/r Fachwirt/in (IHK)
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in, Fachrichtung Verkehrstechnik (Fachschule)
  • Staatlich geprüfte/r Verkehrsassistent/in (Fachschule)
  • Studium an einer Hochschule oder Universität im Bereich Verkehrswesen oder Bahn- und Verkehrstechnik

Fazit

Die Tätigkeit eines/einer Eisenbahner/-in im Betriebsdienst ist vielseitig, abwechslungsreich und überaus verantwortungsvoll. Du arbeitest an den Schaltstellen des Güterverkehrs und triffst viele Entscheidungen eigenverantwortlich. Der Beruf bietet dir zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und ausgezeichnete Karrierechancen und – ganz wichtig – sichere Beschäftigungsperspektiven.
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