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Das Bewerbungsanschreiben


Das Bewerbungsanschreiben (Bild: © stokkete, fotolia)Etwa 80 von 100 Bewerbungen werden nach der ersten Durchsicht gleich wieder an die Bewerber zurückgeschickt. Häufige Gründe: Formale Fehler, Flecken und Eselsohren, fehlerhafte Rechtschreibung, schlechte Präsentation oder uninteressanter Inhalt. Beim ersten Blick auf die Unterlagen, der oft nicht länger als 30 Sekunden dauert, spielt auch das Bewerbungsanschreiben eine wichtige Rolle. Es ist die Visitenkarte Deiner gesamten Bewerbungsmappe.

Wenn Du hier gut formulierst, glaubwürdige Gründe lieferst, warum das Unternehmen gerade Dich ausbilden soll, und wenn Du die gängigen, formalen Standards berücksichtigst, hast Du die erste Hürde genommen und gute Chancen, weiter im Rennen zu bleiben. Trotzdem sollte Dein Anschreiben nicht länger als eine Seite sein. Optimal sind sechs, acht bis maximal zehn Sätze. Denn die Zeit des Lesers, also des Personalentscheiders, Chefs oder Ausbilders, ist meistens knapp. Langweile ihn also nicht mit endlosen Texten von über zwei oder mehr Seiten.

Absender
Die Anschrift inklusive Telefonnummer und auch immer öfter der E-Mail-Adresse wird oben links platziert. Orientiere Dich hier an der DIN 5008. Weitere Informationen zur DIN 5008 erhältst Du hier.

Empfänger
Wenn Du an eine Firma/ein Unternehmen schreibst, nenne zuerst den Firmennamen, dann die zuständige Filiale (wenn bekannt) und/oder Abteilung, danach den zuständigen Bearbeiter namentlich.

Betreff
Nenne einfach den Grund Deines Schreibens, Deiner Bewerbung. Falls Du schon vorher telefoniert oder einen Brief von dem Arbeitgeber bekommen haben solltest, nimm darauf in der zweiten Zeile Bezug. Die Bezugszeile kannst Du optisch durch Fettschrift hervorheben.

Anrede
Versuche Dein Schreiben persönlich zu adressieren. Häufig ist der zuständige Bearbeiter bzw. die Bearbeiterin in der Anzeige angegeben. Wenn nicht, frag telefonisch an, ob Du Deine Bewerbung an jemand persönlich richten darfst.

Einstieg
Verzichte unbedingt auf langweilige Standardeinleitungen, wie „Hiermit bewerbe ich mich um…“ Mindestens jeder zweite Bewerber beginnt so. Hab Erbarmen mit dem Personalchef, der zigmal diesen Satz lesen muss. Du wärst an seiner Stelle sicher auch froh, wenn Du zum Beispiel auf einen solchen Anfang stoßen würdest.

Grund der Bewerbung
Das ist das Kernstück des Anschreibens. Hier zeigt sich, wie intensiv Du Dich vorher mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Nun gilt es, überzeugend und glaubhaft zu formulieren, weshalb gerade Du in dieser Firma einen Ausbildungsplatz anstrebst und/oder weshalb Du Dich überhaupt für diesen Beruf entschieden hast.

Schul- bzw. Ausbildungsdaten
Du solltest im Anschreiben erwähnen, in welche Klasse Du gehst und wann Du die Schule verlassen wirst.

Qualifikationen
Nenne Argumente, die dafür sprechen, dass man sich für Dich entscheiden sollte. Wichtig ist, zumindest in Ansätzen auf den Anzeigentext (soweit vorhanden) einzugehen. Betone Deine Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften oder die besten Schulfächer (solange sie in Bezug zum Ausbildungsberuf stehen).

Abschluss
Versuche eine freundliche und verbindliche Schlussformulierung zu finden, um Dein Ziel – nämlich die Einladung zum Vorstellungsgespräch – zu erreichen. Übrigens: Ein guter Weg, Selbstbewusstsein zu demonstrieren, ist auf Konjunktive zu verzichten. Anstatt „ich würde mich freuen“ schreibst Du „ich freue mich“.

Grußformel
Bitte nicht: „Hochachtungsvoll“ oder „Mit herzlichem Gruß“. Am besten: „Mit freundlichen Grüßen“. Wenn Du Dich in einer anderen Stadt oder einer anderen Region bewirbst, kannst Du die Grußformel auch erweitern, z. B.: „Mit freundlichen Grüßen aus Delmenhosrt“ oder „Mit freundlichen Grüßen nach Bremerhaven“.

Unterschrift
Kürze nichts ab und unterschreibe Dein Bewerbungsanschreiben am besten gut leserlich.

In Kooperation mit AUBI-plus/Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader.

Aubi-pluswww.aubi-plus.de
www.berufsstrategie.de

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